Beleuchtung und alternativer Kontrast im Mikroskop (SIC)
Von Vinzenz Ondrak

Der differenzielle Interferenzkontrast ist in modernen Mikroskopen nicht mehr wegzudenken. Die Funktionsweise ist bekannt und wird meistens mit zwei Prismen, zwischen zwei gekreuzten Polarisationsfiltern erfolgen. Dabei wird der Lichtstrahl nach Durchlauf des Polarisators und des unteren DIK – Prismas, in zwei getrennten Lichtstrahlen, durch das Präparat geführt. Nach dem Objektiv, vereint das obere DIK – Prisma, die beiden Lichtstrahlen, wieder zu einem. Durch Verschieben, eines der beiden Prismen, wird der „Nullstreifen“, im Bild, entweder nach links, oder nach rechts verschoben. Dadurch entsteht das typische Schattenbild des Objektes, und der räumliche Effekt, der die Objekte plastisch erscheinen lassen. Es wird auch eine Variation des DIK, mit nur einem Prisma verwendet. Dabei wird das lichtseitige Prisma, durch eine Spaltblende ersetzt. Es ist also eine billigere Version des herkömmlichen Kontrastverfahrens. Nun habe ich mit Schräglicht experimentiert, und gute Ergebnisse damit erzielt. Das Endbild lässt nichts zu wünschen übrig. Doch, weshalb sollte es nicht, auch nur mit dem lichtseitigen Prisma funktionieren? Bei gekreuzten Polarisatoren ist das Prisma für das 100X Objektiv geradezu ideal, da es die höchste Apertur zulässt, und der Nullstreifen sehr breit ist. Dieser hat nun die Funktion der Halbblende der schrägen Beleuchtung. Mit dem vorteilhaften Unterschied, dass das Bild – wie beim herkömmlichen DIK, nicht aus dem Gesichtsfeld verschoben wird. Die Schärfe des Bildes, ist außerordentlich brillant. Durch leichtes Verschieben Des Prismas, wird der Azimuteffekt eingestellt.
Da es sich um einem „halben“ DIK handelt, nenne ich dieses Verfahren: “SemiInterferenzkontrast“ SIC.
Dieses Verfahren habe ich mit einer Videoeinrichtung am PC noch verfeinert.
Man kann etwas nachkontrastieren. Und zwar während der Beobachtung des Bildes.