Schräges Licht
Im Mikroskop
Vinzenz Ondrak


Jeder Mikroskopiker hat zu Beginn seiner Leidenschaft für die kleinen Dinge der Natur, sicherlich auch ganz klein begonnen und sich ein einfaches Mikroskop zugelegt. Damit konnte er im Hellfeld schon recht interessante Details erkennen. Als man später in den Lektüren moderner Mikroskope nachschlug und die Fotos im Phasenkontrast und im differentiellen Interferenzkontrast sah, wusste man sogleich: So etwas möchte ich unbedingt auch besitzen. Als dann aber der Blick auf den Preis dieser Vorrichtungen fiel, wurde natürlich bei einigen der Blick in die Geldbörse häufiger, als der Blick ins Mikroskop.
Nun bieten sich natürlich einfache und wesentlich billigere Methoden an, um das mikroskopische Bild zu verbessern.
Eine, von mir getestete – und für gut befundene Version der schrägen Beleuchtung, möchte ich hier vorstellen.
Meine Beleuchtung wird von einer 5W LED geliefert.
Über dieser befindet sich eine Mattscheibe, die das Licht gleichförmig über die ganze Apertur des Kondensors (Num.Ap. 1,25) verteilt. Dieser wird nach ganz oben gehoben.
Das Prinzip meiner schrägen Beleuchtung basiert auf einer bikonvexen Linse, mit einem Durchmesser von ca 30mm, und einer Brennweite von ca.30mm.
Diese Linse wird über der Mattscheibe positioniert. Jedoch in einem Winkel von ca. 20°. Über dieser Linse deckt eine Platte die Hälfte dieser Linse ab.
Diese Platte kann aus Karton, Kunststoff, aber auch aus schwarzem Isolierband bestehen. (Also billiger geht’s ja nimmer).
Durch seitliches Verschieben dieser Linse, die ich in einem Rohr fixiert habe, wird nun das Bild im Mikroskop verändert. Es entsteht der typische Azimuteffekt, wie wir ihn vom DIK kennen.
Die Auflösung und der Kontrast des Bildes sind hervorragend. Und vor Allem….
Sehr billig !
Ich hoffe, einen kleinen Beitrag geleistet zu haben, auch dem (einfachen) Mikroskopiker, die Möglichkeit zu geben, mit seinem Mikroskop ähnlich gute Ergebnisse zu erzielen, wie die (Profis), mit ihren sündteuren Geräten.